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Malteser Hannover

Vom Winde nicht verweht

Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim hat Sturm gut überstanden

27.07.2015
Wenn die Radler ankommen, stehen die Wagen der Malteser meist schon; Bildquelle: Malteser

Cuxhaven/Hannover (mhd) Der erste Sturm ist überstanden, die Logistik klappt und als Gruppe ist man zusammengewachsen: Die Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim ist auf einem guten Weg. Bis zum 7. August wollen 50 Männer und Frauen mit dem Fahrrad die Grenzen des Bistums Hildesheim umrunden. Am heutigen Montagabend, 27. Juli, werden sie in Stade erwartet.

Als am vergangenen Samstag ein Sturmtief über Norddeutschland hinwegfegte, da dachten nicht wenige bang an die Zweirad“biker“ auf ihrem Weg von Verden nach Brake an der Weser. „Alles gut“, beruhigt Jens Engel, stellvertretender Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim und einer der 50 Pedalritter. Da das Sturmtief angekündigt war, wurden die Teilnehmer in ihrem Verdener Nachtlager am Samstagmorgen schon um 5 Uhr geweckt, um sich auf den Weg zu machen. Bis 15 Uhr wollte man in Brake sein, um noch vor dem Sturmtief anzukommen.

Unterwegs wurden die Radler dann aber zu einem Umweg gezwungen: „Wir wollten auf dem Weserdeich fahren. Der war wegen Bauarbeiten aber überraschend gesperrt“, erzählt Engel. Die Gruppe musste einen Umweg fahren und erreichte just in jenem Moment ein Dorf, als ein schweres Gewitter niederging. So konnte sich die ganze Gruppe unterstellen und blieb weitgehend trocken. „Hätten wir, wie vorgesehen, auf dem Deichweg fahren können, wären wir alle durchnässt worden“, glaubt Engel und kann dem ganzen auch eine spirituelle Dimension abgewinnen: „Vielleicht kann man sogar sagen, der Herr hat uns den Weg gezeigt.“

Tatsächlich scheint die Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim bislang unter einem guten Stern zu stehen. Abgesehen von einem kleinen Rangierschaden an einem der Malteserautos gab es bis Sonntagabend keine größeren Unfälle. Und auch Verletzte waren nicht zu beklagen, obwohl die Tour den Beteiligten körperlich einiges abverlangt. Die vorgesehenen durchschnittlich 100 Kilometer pro Tag seien zwar leichter zu fahren, als gedacht, freut sich Engel, doch um einen hohen Preis: „Dafür spüre ich meinen Popo mehr als gedacht.“

Die Radpilgertour geht auf eine Idee der Hildesheimer KirchenZeitung zurück und führt seit 23. Juli bis zum 7. August rund 1.400 Kilometer entlang der Grenzen des Bistums Hildesheim. Anlass dieser ungewöhnlichen Radtour ist der 1.200 Geburtstag des Bistums. Mitveranstalter sind die Malteser in der Diözese Hildesheim und Pfarrer Thomas Hoffmann vom Dekanat Wolfsburg. Logistisch wird diese ausgiebige Fahrradtour von den Maltesern getragen. Mit zehn ständigen Helfern und weiteren 40 Mitarbeitern, die punktuell aushelfen, sorgen sie an den meisten Stationen für Verpflegung und Unterkunft – überall dort, wo die Räume der Pfarrgemeinden nicht ausreichen. Dafür steht dem Hilfsdienst ein LKW mit einer kompletten Küchenausrüstung, Feldbetten, Zelten und Bierzeltgarnituren zur Verfügung. Ein weiterer Transporter befördert die Helfer von Ort zu Ort – und kann im Notfall auch ein kaputtes Fahrrad aufnehmen.

Informationen im Internet:

1.400 Kilometer auf zwei Rädern 

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