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Malteser Hannover

Bruch und Plattfuß

Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim mit ersten Pannen

29.07.2015
Beim Reifenwechsel ist man nie alleine; Bildquelle: Malteser

Winsen/Luhe (mhd) Sehr durchwachsen zeigt sich die Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim nach einem guten Drittel der Strecke. Die Stimmung sei sehr gut, so hört man, doch es gibt auch Unschönes zu berichten: Das Wetter könnte besser sein und eine der Teilnehmerinnen hat sich das Sprunggelenk gebrochen.  

Es geschah wohl auf einem regennassen Deichweg: Eine Radfahrerin stürzte – und das nicht zum ersten Mal. Doch in diesem Falle war es wohl ernster. Glücklicherweise waren Sanitäter der begleitenden Maltesertruppe schnell vor Ort und brachten die Dame in ein nahe gelegenes Krankenhaus, wo die Ärzte einen Sprunggelenksbruch diagnostizierten. Damit war für diese Dame die Radpilgertour beendet. Malteser fuhren sie zurück in ihre Heimatstadt, wo sie weiter behandelt wird. 

Vor diesem Hintergrund ist der erste platte Reifen der Tour eine Petitesse. Es traf Jens Engel, den stellvertretenden Leiter der Malteser in der Diözese Hildesheim. „Wir haben den Schlauch in Rekordzeit gewechselt“, zeigt sich Engel von der Hilfsbereitschaft der Mitfahrer beeindruckt. „Einer für alle und alle für einen.“

Überhaupt scheint die Stimmung in der Gruppe trotz des schlechten Wetters sehr gut zu sein. „Gestern waren wir bis auf die Haut durchnässt“, erzählt Engel. Dafür seien die Radpilger am Montagabend in ihrem Nachtquartier in St. Josef, Stade, überaus herzlich begrüßt worden. Die dortige katholische Pfarrgemeinde ließ es sich nicht nehmen, für die hungrigen Zweiradpilger zu grillen. Zu einem besonderen Erlebnis wurde der abendliche, geistliche Impuls in der Kirche St. Josef: Einer der Mitreisenden hat eine Trompete im Gepäck, mit der er die kurze Andacht begleitete. 

Auch unterwegs auf der Strecke gab es immer wieder Gelegenheit zum Nachdenken. So ließ Pfarrer Thomas Hoffmann aus Wolfsburg, einer der Mitveranstalter der Radpilgertour und geistliche Begleiter, die Teilnehmer bei Bremerhaven im Abstand von mehreren Minuten einzeln starten. Rund 20 Kilometer waren sie danach alleine mit sich, ihrem Rad und dem Wind. „Zeit zum Besinnen“, sagt Engel. 

Die Radpilgertour geht auf eine Idee der Hildesheimer KirchenZeitung zurück und führt seit 23. Juli bis zum 7. August rund 1.400 Kilometer entlang der Grenzen des Bistums Hildesheim. Anlass dieser ungewöhnlichen Radtour ist der 1.200 Geburtstag des Bistums. Mitveranstalter sind die Malteser in der Diözese Hildesheim und Pfarrer Thomas Hoffmann. Logistisch wird diese ausgiebige Fahrradtour von den Maltesern getragen. Mit zehn ständigen Helfern und weiteren 40 Mitarbeitern, die punktuell aushelfen, sorgen sie an den meisten Stationen für Verpflegung und Unterkunft – überall dort, wo die Räume der Pfarrgemeinden nicht ausreichen. Dafür steht dem Hilfsdienst ein LKW mit einer kompletten Küchenausrüstung, Feldbetten, Zelten und Bierzeltgarnituren zur Verfügung. Ein weiterer Transporter befördert die Helfer von Ort zu Ort – und kann im Notfall auch ein kaputtes Fahrrad aufnehmen.

Informationen im Internet:

1.400 Kilometer auf zwei Rädern

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE49370601201201209010  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7