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Malteser Hannover

Sonne und Muskeln brennen

Radpilgertour von Maltesern und Bistum Hildesheim hat die 1000-km-Marke geknackt

03.08.2015
Inzwischen ist die Sonne auf der Radpilgertour ein ständiger Reisebegleiter; Bildquelle: Malteser

Vienenburg (mhd) Zwei Drittel des Weges sind geschafft, wenn die Radpilger heute zu ihrer elften Etappe auf dem Weg rund um die Grenzen des Bistums Hildesheim aufbrechen. Dafür liegt nun die schwierige Strecke über den Harz vor ihnen.  

Am heutigen Montagmorgen, kurz nach dem Aufbruch, dürfte eine wichtige Marke gefallen sein. Lauf Navigationsgerät hatte die Gruppe der rund 50 Radpilger gestern Abend bei ihrer Ankunft in der Vienenburger Pfarrgemeinde Liebfrauen genau 998 Kilometer zurückgelegt seit ihrem Start in Hameln vor elf Tagen. Doch wer kann das schon auf den Meter genau sagen? So steht mit Sicherheit nur fest: Mehr als zwei Drittel der 1.400 Kilometer rund um die Grenzen des Bistums Hildesheim sind geschafft. Dafür steht heute mit der Harzquerung von Vienenburg nach Walkenried der steilste und damit kräftezehrendste Teil der Reise auf dem Programm. Tröstlich dabei: „Das Wetter ist bombastisch“, freut sich Raphael Ebenhoch. Der Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim ist seit vergangenem Donnerstag mit im Fahrerteam und hat Jens Engel abgelöst, den stellvertretenden Malteser-Geschäftsführer, der die erste Streckenhälfte mitfuhr. 

Somit hat Ebenhoch in Bezug auf das Wetter den besseren Teil der Reise erwischt: In der ersten Woche war es häufig nass und ein Sturmtief sorgte für schwierige Bedingungen. Dafür muss der Geschäftsführer nun nachholen, was die anderen schon hinter sich haben: „Die Muskeln brennen und der Po tut weh“. Doch das soll kein Klagen sein und gehört allemal zu einer solchen Tour dazu. Viel wichtiger ist, dass die Organisation klappt und die Gruppe gut zusammenhält, obwohl die Teilnehmer sehr unterschiedlich sind, wie Ebenhoch beobachtet hat. Da gibt es die ehrgeizigen Rennradler „von der schnellen Kette“ und jene, die es eher gemütlich-besinnlich angehen lassen. So haben sich informell schon verschiedene Gruppen gefunden, die die Tagesetappen in unterschiedlichem Tempo angehen, sich aber in regelmäßigen Abständen auf der Strecke wieder treffen. Und beim Abendprogramm mit geistlichem Impuls und geselligem Gespräch sind ohnehin alle dabei. 

Die Radpilgertour geht auf eine Idee der Hildesheimer KirchenZeitung zurück und führt seit 23. Juli bis zum 7. August rund 1.400 Kilometer entlang der Grenzen des Bistums Hildesheim. Anlass dieser ungewöhnlichen Radtour ist der 1.200 Geburtstag des Bistums. Mitveranstalter sind die Malteser in der Diözese Hildesheim und Pfarrer Thomas Hoffmann aus Wolfsburg. Logistisch wird diese ausgiebige Fahrradtour von den Maltesern getragen. Mit zehn ständigen Helfern und weiteren 40 Mitarbeitern, die punktuell aushelfen, sorgen sie an den meisten Stationen für Verpflegung und Unterkunft – überall dort, wo die Räume der Pfarrgemeinden nicht ausreichen. Dafür steht dem Hilfsdienst ein LKW mit einer kompletten Küchenausrüstung, Feldbetten, Zelten und Bierzeltgarnituren zur Verfügung. Ein weiterer Transporter befördert die Helfer von Ort zu Ort – und kann im Notfall auch ein kaputtes Fahrrad aufnehmen. 

 

Informationen im Internet:

1.400 Kilometer auf zwei Rädern

Weitere Informationen

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