Navigation
Malteser Hannover

Die Besten der Guten finden

Malteser suchten beim dritten Assessment-Day wieder Notfallsanitäter-Nachwuchs

11.05.2017
Wie heißt der Bundesaußenminister? Ein Malteser-Notfallsanitäter braucht Allgemeinwissen; Bildquelle: Malteser

Hannover (mhd) Intelligent, ausdauernd und teamfähig – so soll ein Profi-Lebensretter sein. Für den Ausbildungsberuf Notfallsanitäter wollen die Malteser in der Diözese Hildesheim daher nur die besten jungen Männer und Frauen. Seit drei Jahre suchen sie ihren Notfallsanitäter-Nachwuchs bei einem Assessment-Day. Am 21. April war es wieder soweit: 22 junge Bewerberinnen und Bewerber kamen in die Diözesangeschäftsstelle nach Hannover.

Ein „Assessment-Day“ als Mittel der Nachwuchsgewinnung wird auch bei Hilfsdiensten immer populärer. Im Wesentlichen geht es darum, alle Kandidaten am gleichen Tag einzuladen, vor die gleichen Aufgaben zu stellen und dadurch möglichst gut kennenzulernen. Vielleicht zeigt sich dann, dass die kräftige Sportskanone den Bundesaußenminister nicht kennt und Bielefeld für die Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen hält.

Fünf Plätze für die Ausbildung zum Notfallsanitäter haben die Malteser in der Diözese Hildesheim in diesem Jahr anzubieten. Zwei der Absolventen sollen ihre dreijährige Ausbildung auf der Rettungswache in Braunschweig absolvieren, je einer in Königslutter, Lehre-Wendhausen und Hannover. Etwa 120 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen 30 Kandidaten ausgewählt wurden. 22 von ihnen folgten der Einladung nach Hannover, wo sie unter den wachsamen Augen ihrer zukünftigen Ausbilder und Vorgesetzten ein anspruchsvolles Programm absolvierten. So sollten die 15 jungen Damen und sieben Herren im Wissenstest unter anderem die Zahl der Bundesländer und den längsten Fluss der Erde nennen. Fragen nach der Frequenz des optimalen Ruhepulses samt der Zahl der menschlichen Knochen zielten dann schon in den berufsnahen Bereich.

Teamfähigkeit, Improvisationstalent, Kraft und Ausdauer waren beim Aufbau eines Sanitätszeltes gefragt. Vor eine Kiste mit verschiedenen Stangen und Verbindungsstücken gestellt differenzierten sich die fünfköpfigen Gruppen schnell in Anführer und Mitläufer. Individuelle Bewerbungsgespräche und ein Sportprogramm am Nachmittag rundeten diesen dritten Assessment-Day ab. Dauerlauf nach Zeit, Kniebeugen samt Dreisprung und das Schleppen eines 90-Kilogramm-Dummys brachten so manchen hoffnungsvollen Bewerber an den Rand seiner Kräfte.

Markus Wollmann, Projektleiter Notfallsanitäterausbildung bei den Maltesern, ist mit diesem dritten Assessment-Day wieder sehr zufrieden: „Wir haben an diesem Tag einen besseren Blick auf die Bewerber werfen können, als dies bei einem Bewerbungsgespräch alleine möglich gewesen wäre“, sagt der erfahrene Retter und Ausbilder, der den Tag maßgeblich vorbereitet hat. Auch in Zukunft soll der Assessment-Day jährlich stattfinden, um die Ausbildungsstellen zu besetzen.

Der Beruf des Notfallsanitäters wurde durch ein Bundesgesetz geschaffen, das zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten ist. Es sieht vor, dass die früheren Rettungsassistenten durch Notfallsanitäter ersetzt werden. Die Ausbildung wurde von zwei auf drei Jahre verlängert und soll den Absolventen „Kompetenzen bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten vermitteln“, so steht es im Gesetz. Mit den „Neuen“ haben die Malteser in der Diözese Hildesheim seit 2014 insgesamt 20 junge Männer und Frauen für diese Ausbildung eingestellt.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE49370601201201209010  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7