Eine Erfolgsgeschichte

Ehrenamtliche informierten beim Abschlussfest über die Dienste der Malteser; Bildquelle: Lukas/Malteser

Hannover (mhd). Neun Monate lang haben die Malteser in Hannover geholfen, die Bevölkerung der Landeshauptstadt gegen das Coronavirus zu impfen. Mit einem großen Abschlussfest in der Diözesangeschäftsstelle in Hannover-Misburg am Sonntag, 26. September, bedankte sich der Hilfsdienst nun bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Impfzentrum und stellte ihnen zugleich die ganze Bandbreite der Malteser-Einsatzgebiete vor. Vielleicht bleibt der eine oder die andere dem Malteser-Ehrenamt erhalten.


Etwas mehr als 200 Mitarbeiter hatten die Malteser für das Impfzentrum Hannover neu eingestellt. Rund drei Viertel von ihnen waren der Einladung zum Abschlussfest gefolgt, um einmal abseits des Impfdienstes miteinander zu reden und sich über die zahlreichen Einsatzgebiete der Malteser zu informieren. Fast 30 Ehrenamtliche präsentierten ihnen den Herzenswunsch-Krankenwagen, den Katastrophenschutz, die Demenzarbeit der Malteser und vieles mehr.

Zunächst aber hieß es Rückschau zu halten und Dank zu sagen. In einem Grußwort bezeichnete Dr. Manfred Schneider, der stellvertretende Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, den Dienst der Malteser im Impfzentrum Hannover als „Erfolgsgeschichte, die unserem Einsatz 2015/2016 bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in nichts nachsteht. Sie haben seit Ende des vergangenen Jahres eine wirklich tolle Arbeit geleistet und dazu beigetragen, die Pandemie zu bekämpfen“, lobte der stellvertretende Diözesanleiter in seiner Rede, die schriftlich an die Gäste verteilt wurde, da er zeitlich verhindert war.

Welcher enorme Kraftaufwand hinter dieser Leistung steckt, ließen die sehr persönlichen Worte von Hans Höing erahnen, der als Koordinator des Malteser-Impfteams zehn Monate lang die Hauptlast zu tragen hatte. „Die Zeit im Impfzentrum hat mein Leben von heute auf morgen komplett verändert“, bekannte Höing und sagte auch das: „Ich habe sämtliche Emotionen durchlaufen. Ich habe geschrien, meistens nachts und allein. Ich habe geheult. Ich habe mich gewundert. Ich habe Tränen gelacht. Ich habe geschmunzelt. Ich habe mich gefreut und ich war stolz wie Bolle.“ Am Ende überwiege aber die Dankbarkeit „für solch ein grandioses Team.“ Immer wieder habe er von Mitarbeitern im Impfzentrum gehört, dass man gerne zur Arbeit komme, dass im Impfzentrum neue Freundschaften entstanden seien und dass man einen Unterschied zu anderen Organisationen spüre.

So blieb am Ende, den Hauptbeteiligten ausdrücklich Dank zu sagen und diesen Dank auch mit einem kleinen Geschenk auszudrücken. Neben Hans Höing waren dies die Teamleiterinnen und Teamleiter im Impfzentrum Katrin Rütt, Anna Kemme, Markus Platzek, Mira Kiegeland, Stefanie Hacke, Timo Wussow, Merlin Schuhmacher, Werner Hapke, Eva-Maria Conrads und Sebastian Breuste. Zum Erfolg beigetragen haben auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Malteser-Diözesangeschäftsstelle, die die Verwaltungsarbeit im Hintergrund leisteten – und nicht zuletzt zahlreiche ehrenamtliche Malteser, auf deren Unterstützung Hans Höing gerade in den schwierigen ersten Wochen des Impfens jederzeit bauen konnte.

Vorbereitet worden war das Abschlussfest maßgeblich von Malteser-Trainee Marie-Christine Reuß, unterstützt von Haupt- und Ehrenamtlichen und dem Verpflegungszug der Malteser.


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